Schwermut und Leichtigkeit – Eine Sonderschau für Helmut Dietl

Aus Anlass der Übergabe seines Schriftgutnachlasses erinnert die Mediathek Fernsehen mit einer Sonderschau an den einzigartigen Helmut Dietl als Autor und Regisseur für Film und Fernsehen.

29.06.2018 bis 30.09.2018

Beim Bayerischen Rundfunk hatte man ihn immer einfach machen lassen: 1974 die Vorabendserie MÜNCHNER GESCHICHTEN mit der Theaterlegende Therese Giehse und dem unvergessenen Hans Brenner, ab 1979 den Zwölfteiler DER GANZ NORMALE WAHNSINN über das Liebesleben des Leserbriefredakteurs Glanz. Viele Bonmots aus Dietls Serien wie „Logisch!“ oder „A bissl was geht immer“ sind in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Seine eigenwillige Melange aus schriller Posse und waidwunder Melancholie erprobte der 2015 verstorbene Helmut Dietl mit Filmen wie ROSSINI – ODER DIE MÖRDERISCHE FRAGE, WER MIT WEM SCHLIEF (D 1997) oder VOM SUCHEN UND FINDEN DER LIEBE (D 2005) auch auf der großen Leinwand. In seinen Arbeiten KIR ROYAL (BRD 1986), SCHTONK! (D 1992), LATE SHOW (D 1999) und zuletzt ZETTL (D 2012) rechnete er immer wieder auch mit dem Medienbetrieb ab.

Filmreihe Filmspotting – Erkundungen im Filmarchiv der Deutschen Kinemathek


BRIGITTA (D 1994, Regie: Dagmar Knöpfel)

28. Mai 2018, 19 Uhr

Kino Arsenal, Potsdamer Str. 2, 10785 Berlin

Der Film BRIGITTA (D 1994) von Dagmar Knöpfel steht seit kurzem im Filmverleih der Deutschen Kinemathek als digitale Kopie zur Verfügung. Die Verfilmung einer Novelle von Adalbert Stifter wartet mit großartigen Schwarz-Weiß-Bildern auf, die die ruhige Atmosphäre der literarischen Vorlage stimmig einfangen. Die deutsche Regisseurin, Autorin, Produzentin und Cutterin, die den Schwerpunkt ihrer Arbeit auf literarische Stoffe legt, wird zum Filmgespräch erwartet.

Filmreihe „Aus dem Fernseharchiv“


Der Regisseur Falk Harnack

April bis Juni

Zeughauskino, Unter den Linden 2, 10117 Berlin

Die von dem Filmkritiker Jan Gympel initiierte Reihe zeigt Programme aus der Mediathek Fernsehen der Deutschen Kinemathek und macht so einen weitgehend vergessenen Teil deutscher Filmgeschichte der Öffentlichkeit kostenlos zugänglich. Die Spielfilme aus den Archiven der öffentlich-rechtlichen Fernsehsender liefen meist nur im Fernsehen. Die Arbeiten teils prominenter Regisseure und Autoren entstanden in den 1960er- und 1970er- Jahren, als die Rundfunkanstalten zugleich ein Experimentierfeld für Nachwuchsfilmemacher boten. Im zweiten Quartal 2018 zeigt das Zeughauskino drei Fernsehfilme, die unter der Regie von Falk Harnack (1913–1991) entstanden.

Zum Filmprogramm

Eintritt frei