Zwischen den Filmen – Eine Fotogeschichte der Berlinale

28.09.2018 bis 05.05.2019

Von Anfang an haben Pressefotografen die Berlinale begleitet, dokumentiert, auch interpretiert. Die Deutsche Kinemathek archiviert mehrere Nachlässe von Fotografinnen und Fotografen, deren Hauptfokus auf gesellschaftlichen Filmereignissen in Berlin lag. Der besondere Reiz dieser Sammlung liegt am Rande der eigentlichen Motive, wenn beiläufig eingefangene Momente Mode, Zeitgeist, Alltags- und Repräsentationskultur oder das Konsumverhalten widerspiegeln. Die Ausstellung „Zwischen den Filmen" dokumentiert die Arbeit der Fotografinnen und Fotografen und damit all das, was die Berlinale so charakteristisch macht – all das, was zwischen den Filmen geschieht.

Schwermut und Leichtigkeit – Eine Sonderschau für Helmut Dietl

Aus Anlass der Übergabe seines Schriftgutnachlasses erinnert die Mediathek Fernsehen mit einer Sonderschau an den einzigartigen Helmut Dietl als Autor und Regisseur für Film und Fernsehen.

29.06.2018 bis 30.09.2018

Beim Bayerischen Rundfunk hatte man ihn immer einfach machen lassen: 1974 die Vorabendserie MÜNCHNER GESCHICHTEN mit der Theaterlegende Therese Giehse und dem unvergessenen Hans Brenner, ab 1979 den Zwölfteiler DER GANZ NORMALE WAHNSINN über das Liebesleben des Leserbriefredakteurs Glanz. Viele Bonmots aus Dietls Serien wie „Logisch!“ oder „A bissl was geht immer“ sind in den allgemeinen Sprachgebrauch übergegangen. Seine eigenwillige Melange aus schriller Posse und waidwunder Melancholie erprobte der 2015 verstorbene Helmut Dietl mit Filmen wie ROSSINI – ODER DIE MÖRDERISCHE FRAGE, WER MIT WEM SCHLIEF (D 1997) oder VOM SUCHEN UND FINDEN DER LIEBE (D 2005) auch auf der großen Leinwand. In seinen Arbeiten KIR ROYAL (BRD 1986), SCHTONK! (D 1992), LATE SHOW (D 1999) und zuletzt ZETTL (D 2012) rechnete er immer wieder auch mit dem Medienbetrieb ab.

Filmreihe „Aus dem Fernseharchiv“

 

Klaus Lemke und Cleo Kretschmer

Die Reihe „Aus dem Fernseharchiv“ präsentiert jeden Monat bundesdeutsche Fernsehspielfilme, die einst ein Millionenpublikum fanden, doch mitunter in Vergessenheit zu geraten drohen. Wie sehr dies zu einem verzerrten Bild von deutscher Filmgeschichte führt, wird am Beispiel von Klaus Lemke deutlich: Der 1940 geborene Filmemacher drehte in den 1970er-Jahren mehrere publikumsträchtige Werke für das Fernsehen. Zentrale Figur und Star seiner meist in Schwabing angesiedelten Komödien ist Ingeborg Maria „Cleo“ Kretschmer. In diesem Quartal werden drei wichtige München-Werke des Gespanns Kretschmer-Lemke gezeigt, darunter mit IDOLE (BRD 1976) eine frühe stilbildende Zusammenarbeit (dazu das Debüt von Wolfgang Fierek!) und mit AMORE (BRD 1978) ein Großmarkt-Film, der bei seiner Erstausstrahlung eine Einschaltquote von 52 Prozent erreichte und mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde.